Salzburg (SN). Damit die Bergretter möglichst schnell nach der Alarmierung beim Patienten ankommen und einen möglichst schonenden Abtransport gewährleisten können, werden in Salzburg und Bayern immer öfter Quads eingesetzt. „Die Quads sind eine sehr große Hilfe bei Suchaktionen. Mit ihnen können schnell Wege und Hänge befahren werden, selbst im steilsten Gelände (50 Grad, Anm.) ist das möglich“, sagt Maria Riedler von der Salzburger Bergrettung zur APA. Lange Fußmärsche blieben erspart, sodass Notarzt oder Sanitäter sehr schnell bei Patienten sein könnten. Bewährt haben sich die Gefährte auch bei schlechtem Wetter und bei Lawineneinsätzen, zumal sie auch Lawinenhunde an den Einsatzort transportieren.
Die Quads haben auch Anhänger, mit denen beispielsweise ein Ackja zum Patienten gebracht werden könne. Zusätzlich können zwei Bergretter zur Unglücksstelle transportiert werden.
In Gastein waren die Quads schon oft im Einsatz, zum Beispiel in der Nacht bei Rodelunfällen, Stürzen oder Pistenunfällen. Sehr bewährt haben sie sich bei Sucheinsätzen, weil nicht nur Wege, sondern auch Stege, Wiesen, Skigelände, Trassen und Steige, die vielleicht nur einen Meter breit sind, befahren werden können. Benützt werden kann der Quad zu allen Jahreszeiten. Im Sommer ist er mit Reifen, im Winter mit einem Raupensystem ausgestattet. In Salzburg werden die Quads – so wie in Gastein – bisher nur in fünf von 44 Ortsstellen eingesetzt. Die Bergrettung ist bei der Anschaffung der teuren Fahrzeuge auf Sponsoren angewiesen.
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